Das stille Tor

Im Dunklen sitzend wende ich mein Sehnen zu der Tür

Durch welches ich des Lichtes Hilf’ erbitte mir

Doch stumm verharrt das dunkle Holz

Und Einsamkeit umhüllt mein Ich mit seinem Stolz.

So warte ich schon lange, lange Zeit

Und schaue auf die Tür und mein’, ich sei bereit.

Und wieder dringt mein Ruf durch’s stille Tor

Oh käm’ doch endlich nun ein Lichtesstrahl hervor…

Und eine leise Stimme klingt so glockenrein

So froh und lieblich wie ein Rosenschein

Erquickt mein Innres ohne Worte kaum

Und lässt mich Wissen, so als wie im Traum:

Der Schlüssel liegt allein in meiner Hand

Und liebe Wesen warten schon im lichten Land.


p.s. alle heutigen Fotos aus WordPress online library

Die Ankunft

…oder so könnte man die Adventszeit bezeichnen, d.h. warten auf diese Ankunft, die ja deutlich mit jeder weiteren Kerze näher kommt.

Man braucht ja nicht christlich zu denken, um von der tiefen Symbolik betroffen zu sein, und es scheint mir, als wüssten wir eben doch mehr in unseren Knochen, im Herzen, in den Seeleninnenräumen, als wir meinen…

Dieses Bild kam mir zu, und ich weiss leider nicht wer die Künstlerin ist (warum ich meine, es sei eine Frau, weiss ich auch nicht). Ich staune immer wieder darüber und mein Herz erwärmt sich daran. Dass das Kind eine Sanduhr hält, erscheint mir wichtig, will den Gedanken aber noch nicht zu Ende denken…

So stelle ich das Bild hier hin, als Adventsgruss und -licht 🕯🕯🕯

Das Licht – noch verhüllt

Nach langer Zeit ein kurzer Beitrag…

Vorgestern war mein Inneres zum Zerbersten voll und ich griff fast verzweifelt nach Pinsel und Farben.. Nun ich bin wahrlich keine Meisterin, aber darum geht’s ja auch nicht. Es ist eben ein Ausdruck des inneren Gestrüpps in dem ich mich noch gefangen sehe (bezüglich der gegenwärtigen Weltlage).

Da fiel mir dieses Stückchen Papier in die Hände…. DANKE!

God’s Cricket Choir

Als ich zuletzt in Griechenland war, und zwar diesmal in der Sommerhitze des Juli 2018, waren die Grillen/Zykaden so laut, dass wir zuerst dachten es stimmte mit dem Auto etwas nicht…

Später lauschte ich dann diesem endlosen, meditativen Lied, und fand, dass es Zyklen und Dynamik gab, sodass klar wurde, dass nicht jedes Tier vor sich hin zirpt, sondern in ein Meer von Kommunikation eingebettet lebt.

Nun fand ich dieses Video, in dem das Zirpen so verlangsamt wurde, dass ein wunderbarer, meditativer Gesang die Folge ist, der im An- und Abschwellen wie ein Urgesang erscheint.

Ich bin sehr berührt davon, und erkenne darin auch mein Erlebnis mit den Grillen/Zykaden wieder, obwohl nun die Welt noch schöner, farbiger und liebevoller erscheint…

Die Kohlmeisen sind flügge

Oben in einem Rohr Nähe Dachrinne brütete ein Kohlmeisenpärchen. Das Tschirpen der Kleinen wurde immer lauter und die Eltern brachten das Futter in Ackordarbeit.

Gestern war nun der Tag der Freiheit…

Daraufhin flog eines der Kleinen durchs offene Fenster in das Zimmer meines Sohnes, wo wir es dann ‘retteten’ und wieder in die Freiheit brachten.

Später erwischte ich unseren Kater mit einem im Maul. Nahm es ihm sofort ab und wärmte es in meinen Händen.

So verblieb ich sehr lange, und versuchte den aufgeregten Blicken der Kater zu entkommen. Aber immer als ich dachte, so, jetzt kannst du fliegen, da merkte ich, dass es irgendeinen inneren Schaden erlitten hatte und es mit dem Fliegen nicht mehr klappte.

Oh das tat mir so Leid!

Dann ärgerte ich mich über die Kater, die nicht dieser Versuchung widerstehen konnten… aber nein, sie leben das, wofür sie geschaffen sind und tuen alles ihrer Aufgabe gemäss und perfekt.

Ich dagegen hatte gemeint, in die Natur eingreifen zu müssen, weil ich es besser wusste…Durch mein Eingreifen, fühlte ich nun eine Verantwortung dem Tierchen gegenüber. Sollte ich es ins Haus nehmen und selber gross ziehen? Aber der innere Schaden würde ja heissen, dass es nie fliegen würde, und das alles zu einer Qual werden könnte…

Es den Katern zurückgeben, konnte ich auch nicht, denn ich konnte ja nicht so tun als hätte ich nicht eingegriffen….

Ich hatte gemerkt, wie die Eltern weiterhin besorgt mit Insekten im Schnabel nach ihrem Kindchen suchten, und so legte ich es zunächst ins Gras, damit ihnen klar wurde, was passiert war. Ich meine, sie haben es verstanden (und auch meine Trauer) denn sie suchten danach nicht mehr.

Dann machte ich ein Nest in einem dichten Majorambüschel und gab es somit der Natur zurück. So war es erstmal geschützt, könnte dort aber auch von Fuchs oder Katze gefunden werden, und damit den natürlichen Gang der Dinge gehen.

Es fiel mir schwer…

In der Nacht wachte ich auf, denn ich hatte von eine Kohlmeise geträumt, die direkt zu mir heruntersegelte, aber da war ein Gefühl von Freude und Freiheit. In dem Moment dachte ich, so nun ist es frei.

Ein Blick in den Majorambüschel heute morgen, bestätigte dies. Ich fand noch ein paar Federn im Garten.

Durch den Traum kann ich alles besser verstehen, nicht mehr auf ein kleines Einzellebewesen beschränkt, sondern das große, gemeinsame Walten der Natur, der Weisheit und Freude zu Grunde liegen.

An Ode to Covid-19

Photo Johanna Benseler

Traffic lights change silently, red, amber, green… and red.

But there is only dust and old litter crossing the road,

and the odd pigeon hobbling on a stumpy leg.

Emptiness, space…

I lift my eyes from the pavement up, up, up and notice the sky.

I remember to breathe…

What has changed?

As if an invisible force, an unseen army more powerful and thorough than any in boots has swept the city clean.

I blink and it could be gone.

And yet it prevails….

What is real?

What is truth?

Is this nefarious monster only living in our thoughts and imagination?

When will reality return?

When will my eyes believe?

Corona, the crowned virus, where are you taking us?

The reluctant blogger

I never felt the need to blog or to follow other people’s blogs…. I never felt my thoughts could be of enough interest to others, that they would want to take time out of their own intense living, and equally, I felt that by following other people’s blogs and lives I would forget living my own, or at least miss some important moments.

I still believe this to be true and would have no issue if no one ever read my blog, but now that I need to learn about this matter, I will embrace it for writing down some of my occasional moments of beauty, clarity or light.

I choose to write in English first, but German may appear too and is warmly welcomed.

My background is in environmental science, naturopathy, nutrition, natural philosophy and flower essences.

However, essentially I seek the great simplicity in life’s complexity, the beauty in the everyday and the workings of universal (divine) laws that hold and guide all our doing and experiencing called Life.

Here I found gold at the bottom of the Thames….

Create your website with WordPress.com
Get started